Drei Trotec Luftentfeuchter für ganz unterschiedliche Räume
TTK 72 E, TTK 70 HEPA Plus und TTR 57 E tragen alle den Namen Trotec, sind aber keine austauschbaren Alternativen. Einer setzt auf hohe Entfeuchtungsleistung im Wohnraum, einer kombiniert Entfeuchtung mit Partikelfilterung und einer arbeitet mit Adsorption für kalte Räume. Wir haben aktuelle technische Daten und Bedienungsanleitungen miteinander verglichen und zeigen, welches Konzept zu welchem Einsatz passt.
Bei Trotec würden wir zuerst den Raum und danach das Modell wählen
Für einen normal temperierten Raum ist der TTK 72 E für uns der naheliegendste Ausgangspunkt. Er bietet 24 Liter maximale Entfeuchtungsleistung pro Tag, 195 m³/h Luftdurchsatz und einen 5,5-Liter-Tank.
Wer zusätzlich Partikel aus der umgewälzten Luft filtern möchte, findet im TTK 70 HEPA Plus das interessantere Konzept. Sein 6,5-Liter-Tank ist sogar größer, die Entfeuchtungsleistung fällt mit eingesetztem HEPA-Filter unter definierten Prüfbedingungen allerdings niedriger aus.
Für einen kalten Keller oder eine ungeheizte Garage würden wir dagegen den TTR 57 E ansehen. Seine Adsorptionstechnik ist für Temperaturen ab 1 °C vorgesehen und unterscheidet sich grundlegend von den beiden Kompressorgeräten.
Keines dieser drei Geräte hat unseren eigenen standardisierten Messaufbau durchlaufen. Deshalb gibt es auf dieser Seite keine von uns vergebene Testnote.
Welcher Trotec passt zu welchem Problem?
Die höchste Literzahl allein beantwortet diese Frage nicht. Temperatur, Filterwunsch und gewünschte Regelung verändern die Auswahl.
Trotec TTK 72 E
Für Wohnraum, Keller mit moderater Temperatur und regelmäßige Wäschetrocknung
Der TTK 72 E ist von den drei Geräten der klassische leistungsstarke Kondensationsentfeuchter. Trotec sieht ihn für Räume bis 50 m² beziehungsweise 125 m³ vor.
Der Zielwert lässt sich zwischen 30 und 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit in 5-Prozent-Schritten einstellen. Zusätzlich stehen Automatik, Permanentbetrieb, Wäschetrocknung und reine Ventilation zur Verfügung.
Trotec TTK 72 E bei Amazon ansehenTrotec TTK 70 HEPA Plus
Für Wohnräume, in denen zusätzlich die umgewälzte Luft gefiltert werden soll
Der TTK 70 HEPA Plus kombiniert einen Kompressor-Luftentfeuchter mit Vorfilter und HEPA-Filter. Trotec gibt ihn für Räume bis 45 m² beziehungsweise rund 110 m³ an.
Interessant ist der Blick ins technische Handbuch. Bei 30 °C und 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit werden 18 Liter pro Tag angegeben. Mit eingesetztem HEPA-Filter sinkt dieser Wert auf 15 Liter.
TTK 70 HEPA Plus bei Amazon ansehenTrotec TTR 57 E
Für ungeheizte Keller, Garage, Ferienhaus und andere kalte Nebenräume
Der TTR 57 E arbeitet nicht mit einem Kältemittel-Kompressor. Ein Trockenrad bindet Feuchtigkeit, anschließend wird das Material mit erwärmter Luft regeneriert.
Trotec nennt maximal 9 Liter pro Tag, einen 5-Liter-Tank und einen Arbeitsbereich von 1 bis 32 °C. Gerade die niedrige Mindesttemperatur macht ihn zum Spezialisten in diesem Vergleich.
Trotec TTR 57 E bei Amazon ansehenHinweis: Wenn du über einen gekennzeichneten Amazon-Link kaufst, können wir eine Provision erhalten. Für dich ändert sich der Kaufpreis dadurch nicht.
Die drei Modelle im direkten Überblick
Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus den aktuellen Trotec Produktunterlagen. Es handelt sich nicht um unsere eigenen Messwerte.
| Modell | Technik | Entfeuchtung | Luftmenge | Temperatur | Tank | Leistung max. | Schall |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TTK 72 E | Kondensation | 24 L/Tag max. | 195 m³/h | 5 bis 32 °C | 5,5 L | 320 W | 48 dB(A) |
| TTK 70 HEPA Plus | Kondensation | 20 L/Tag max. 18 L bei 30 °C / 80 % | 140 m³/h | 5 bis 32 °C | 6,5 L | 420 W | 48 dB(A) |
| TTR 57 E | Adsorption | 9 L/Tag max. 8,5 L bei 30 °C / 80 % | 185 m³/h | 1 bis 32 °C | 5 L | 730 W | 47 dB(A) |
Maximalwerte und Werte unter definierten Temperatur- und Feuchtebedingungen sind nicht dasselbe. Deshalb verwenden wir die Tabelle zur technischen Einordnung und nicht zur Berechnung eines vermeintlichen Testsiegers.
Für den klassischen Wohnraumeinsatz ist er am unkompliziertesten einzuordnen
Der TTK 72 E arbeitet nach dem Kondensationsprinzip. Feuchte Raumluft wird über einen kalten Verdampfer geführt, das enthaltene Wasser kondensiert und landet im Tank oder wird über einen Schlauch abgeleitet.
Seine maximale Entfeuchtungsleistung beträgt 24 Liter pro Tag. Mit 195 m³/h besitzt er außerdem den höchsten veröffentlichten Luftdurchsatz der drei hier verglichenen Modelle.
Der interne Tank fasst 5,5 Liter. Bei regelmäßig hoher Feuchtelast ist zusätzlich ein kontinuierlicher Ablauf möglich.
Für die normale Feuchteregelung lässt sich der gewünschte Wert von 30 bis 80 Prozent in 5-Prozent-Schritten wählen. Wird der Sollwert erreicht, schaltet der Kompressor ab. Der Ventilator läuft anschließend noch drei Minuten nach.
Beim TTK 72 E gibt es zwei sinnvolle Wege zur Feuchteregelung
Im normalen Entfeuchtungsmodus kann der gewünschte Wert selbst eingestellt werden. Genau diesen Modus würden wir nutzen, wenn beispielsweise dauerhaft 50 oder 55 Prozent gehalten werden sollen.
Zusätzlich besitzt der TTK 72 E einen eigenen Automatikbetrieb. Dort ist die Zielfeuchtigkeit auf 55 Prozent festgelegt und kann nicht verändert werden.
Zwischen 55 und 70 Prozent läuft der Ventilator automatisch auf niedriger Stufe. Unter 55 Prozent wird der Kompressor ausgeschaltet. Steigt die Luftfeuchtigkeit über 70 Prozent, arbeitet der Ventilator mit höchster Stufe.
Das ist bequem, wenn keine individuelle Einstellung benötigt wird. Für einen gezielten Wert bevorzugen wir die normale Entfeuchtungsregelung.
Der TTK 72 E bringt einen eigenen Trockenmodus mit
Neben Automatik und Permanentbetrieb besitzt das Gerät eine separate Wäschetrocknungsfunktion. Hinzu kommt ein reiner Ventilationsmodus.
Das passt zum technischen Profil. Mit 195 m³/h bewegt der TTK 72 E viel Raumluft, während der Kompressor gleichzeitig Feuchtigkeit entfernt.
Wie schnell damit eine konkrete Waschladung trocknet, können wir aus dem Datenblatt nicht ableiten. Unser eigener dreistündiger Wäschetest wurde mit vier anderen Geräten durchgeführt.
Wer Wäsche regelmäßig in der Wohnung trocknet, sollte deshalb Entfeuchtungsleistung, Luftbewegung und die tatsächliche Raumfeuchtigkeit gemeinsam betrachten.
Zu unserem eigenen WäschetestDer Filter bringt einen Nutzen, kostet aber Entfeuchtungsleistung
Auf der Produktseite wirkt der TTK 70 HEPA Plus zunächst wie ein normaler 20-Liter-Luftentfeuchter mit zusätzlichem Filter.
Die technische Anleitung zeigt genauer, was dabei passiert. Ohne eingesetzten HEPA-Filter nennt Trotec bei 30 °C und 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit 18 Liter pro Tag. Mit HEPA-Filter sind es 15 Liter.
Diese Differenz ist für die Kaufentscheidung wichtiger als ein zusätzliches Symbol auf der Verpackung. Wer den Filter nutzt, entscheidet sich bewusst für die Kombination aus Partikelfilterung und Entfeuchtung statt für maximalen Wasserentzug.
Der Hersteller gibt für den HEPA-Filter eine Wirksamkeit von 95 Prozent für verschiedene Partikel und Allergene in der angesaugten Luft an. Dies ist eine Herstellerangabe und keine von uns durchgeführte Filtermessung.
TTK 70 HEPA Plus bei Amazon ansehenDie Front-LED orientiert sich an der Luftfeuchtigkeit
Die Bezeichnung Luftqualitätsanzeige kann leicht den Eindruck vermitteln, das Gerät würde permanent Feinstaub oder andere Partikel in der Raumluft messen.
In der Bedienungsanleitung wird die farbige Frontanzeige jedoch über die aktuell gemessene relative Luftfeuchtigkeit beschrieben.
Blau steht für einen Wert unter 50 Prozent, Grün für 50 bis 70 Prozent und Rot für 70 Prozent oder mehr.
Für unsere Einordnung ist das deshalb in erster Linie eine schnell erfassbare Feuchteanzeige. Die HEPA-Funktion und die Feuchtemessung sind zwei getrennte Eigenschaften des Geräts.
Beim TTK 70 HEPA Plus kommt ein zusätzlicher Wartungspunkt hinzu
Ein normaler Luftentfeuchter besitzt bereits einen Luftfilter, der regelmäßig von Staub und Schmutz befreit werden muss.
Beim TTK 70 HEPA Plus kommt der HEPA-Filter hinzu. Trotec bietet dafür separate Ersatzfilter an und sieht im Wartungsplan regelmäßige Kontrolle beziehungsweise Austausch vor.
Das ist ein Unterschied zu TTK 72 E und TTR 57 E. Wer die zusätzliche Filterung möchte, sollte auch den späteren Filterwechsel in die Kaufentscheidung einbeziehen.
Stiftung Warentest weist bei Luftentfeuchtern generell darauf hin, dass verschmutzte Filter den Luftstrom einschränken und die Entfeuchtungswirkung beeinträchtigen können.
Filtern und Lüften erfüllen unterschiedliche Aufgaben
Der TTK 70 HEPA Plus kann Partikel aus der Luft filtern und gleichzeitig Wasser aus der Raumluft entfernen. Frische Außenluft führt er dem Raum jedoch nicht zu.
Eine Filterfunktion entfernt beispielsweise kein ausgeatmetes Kohlendioxid. Deshalb behandeln wir einen HEPA-Luftentfeuchter nicht als Ersatz für notwendiges Lüften.
Die Kombination kann trotzdem sinnvoll sein. Entfeuchtung kümmert sich um einen Teil des Feuchteproblems, der Filter um bestimmte Partikel in der umgewälzten Luft und das Lüften um den Luftaustausch.
Weniger Sporen in der Luft reparieren keine feuchte Wand
Schimmel wächst dort, wo ausreichend Feuchtigkeit an einer Oberfläche vorhanden ist. Ein Luftentfeuchter kann zu hohe Raumluftfeuchtigkeit reduzieren und damit einen wichtigen Einflussfaktor verändern.
Ein HEPA-Filter kann zusätzlich bestimmte Partikel aus der durchströmenden Luft zurückhalten. Bereits vorhandener Schimmelbefall verschwindet dadurch aber nicht.
Wenn Feuchtigkeit durch eine undichte Wand, einen Wasserschaden oder einen baulichen Mangel nachkommt, muss diese Ursache separat behoben werden.
Für uns ist der TTK 70 HEPA Plus deshalb ein Gerät zur Feuchteregelung mit zusätzlicher Partikelfilterung, keine Sanierungslösung.
Bei niedrigen Temperaturen wird Adsorption zum entscheidenden Unterschied
Der TTR 57 E benötigt keinen kalten Verdampfer, an dem Wasser kondensieren muss. Stattdessen bindet ein hygroskopisches Material die Feuchtigkeit aus der Luft.
Dadurch kann Trotec für dieses Modell einen Arbeitsbereich ab 1 °C angeben. TTK 70 HEPA Plus und TTK 72 E beginnen laut ihren technischen Daten dagegen bei 5 °C.
Stiftung Warentest empfiehlt bei der Technikentscheidung ebenfalls, die Temperatur stark zu gewichten. Kondensationsgeräte spielen ihre Stärken in beheizten Räumen aus, Adsorptionsgeräte können in kühleren und unbeheizten Umgebungen sinnvoller sein.
Für einen normalen 20 °C warmen Wohnraum würden wir deshalb nicht automatisch Adsorption wählen. Für eine ungeheizte Garage im Winter sieht die Entscheidung anders aus.
TTR 57 E bei Amazon ansehenBeim TTR 57 E gibt es weniger Hygrostat-Zwischenwerte
TTK 70 HEPA Plus und TTK 72 E lassen sich zwischen 30 und 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit relativ fein einstellen.
Beim TTR 57 E stehen laut aktueller Anleitung die Zielwerte 40, 50, 60 und 70 Prozent zur Auswahl. Zusätzlich gibt es den kontinuierlichen Betrieb.
Für einen Keller, in dem beispielsweise ungefähr 60 Prozent gehalten werden sollen, reicht das völlig aus. Wer gezielt 45 oder 55 Prozent einstellen möchte, bekommt bei den TTK-Geräten die feinere Abstufung.
Die maximale Leistungsaufnahme des TTR 57 E fällt deutlich höher aus
Für den TTK 72 E nennt Trotec eine maximale Leistungsaufnahme von 320 Watt. Beim TTK 70 HEPA Plus sind es 420 Watt.
Der TTR 57 E wird mit maximal 730 Watt angegeben. Davon entfallen 650 Watt auf das Wärmeelement, das für die Regeneration des Trockenmaterials eingesetzt wird.
Diese Maximalwerte sind keine Stromverbrauchsmessung im normalen Alltag. Die Geräte regeln abhängig von Betriebsart und Bedingungen.
Sie zeigen aber den grundsätzlichen Zielkonflikt. Adsorption bleibt bei niedrigen Temperaturen einsetzbar, benötigt für diesen Prozess jedoch elektrische Wärme.
47 und 48 dB(A) machen noch keinen eigenen Lautstärketest
Für TTK 72 E und TTK 70 HEPA Plus nennt Trotec jeweils 48 dB(A). Beim TTR 57 E stehen 47 dB(A) im technischen Handbuch.
Wir würden aus einem Unterschied von einem Dezibel keine Kaufentscheidung ableiten. Vor allem handelt es sich um Herstellerdaten und nicht um Werte aus unserem eigenen Messraum.
Bei unseren vier selbst getesteten Geräten konnten wir direkt vergleichen, weil Abstand und Testbedingungen identisch waren. Das ist bei den drei Trotec-Datenblattwerten nicht unser eigener Prüfaufbau.
Wer das Gerät im Schlafzimmer nutzen möchte, sollte Lautstärke deshalb stärker gewichten als bei einem abgeschlossenen Kellerraum.
Zu unseren eigenen dB-MessungenDer TTK 70 HEPA Plus fasst mit 6,5 Litern am meisten Wasser
Beim TTK 72 E stehen 5,5 Liter zur Verfügung, der TTR 57 E besitzt einen 5-Liter-Tank. Der TTK 70 HEPA Plus kommt auf 6,5 Liter.
Ein großer Tank bedeutet im Alltag weniger Wege zum Ausguss. Bei dauerhaftem Betrieb würden wir den Unterschied allerdings nicht überbewerten.
Alle drei Geräte können Kondensat beziehungsweise gesammeltes Wasser über einen Schlauch kontinuierlich ableiten.
Sobald ein geeigneter Ablauf vorhanden ist, wird die Tankgröße für uns deutlich weniger wichtig.
So würden wir zwischen den drei Trotec Geräten entscheiden
Normal temperierter Keller oder größerer Wohnraum
TTK 72 E. Er bietet die höchste maximale Entfeuchtungsleistung der drei Modelle, 195 m³/h Luftdurchsatz und eine fein einstellbare Feuchteregelung.
Entfeuchten und gleichzeitig Partikel filtern
TTK 70 HEPA Plus. Der große Tank und der zusätzliche HEPA-Filter sind die wesentlichen Argumente. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die dokumentierte Entfeuchtungsleistung mit Filter niedriger ausfällt.
Unbeheizter Keller im Winter
TTR 57 E. Die Adsorptionstechnik und der Arbeitsbereich ab 1 °C passen deutlich besser zu sehr niedrigen Temperaturen.
Regelmäßig Wäsche trocknen
Bei normalen Raumtemperaturen würden wir zuerst den TTK 72 E ansehen. Er besitzt einen eigenen Wäschemodus und den höchsten Luftdurchsatz in diesem Dreiervergleich.
Längere unbeaufsichtigte Laufzeiten
Bei allen drei Geräten würden wir den kontinuierlichen Wasserablauf nutzen und eine passende Zielfeuchtigkeit einstellen. Dann entscheidet wieder vor allem die Raumtemperatur über die Technik.
Unsere COMFEE- und Bosch-Messwerte bleiben eine andere Datenklasse
Bei COMFEE 10L, Bosch Dry 4000, COMFEE 20L und COMFEE 30L haben wir Wasserentzug, Zeit bis 50 Prozent, Stromaufnahme, Schall und Hygrostat selbst gemessen.
Bei den drei Trotec Geräten liegen uns diese eigenen Messdurchgänge nicht vor. Deshalb wäre es methodisch falsch, beispielsweise 24 L/Tag vom TTK 72 E gegen unsere 328 ml nach zwei Stunden beim COMFEE 30L auszuspielen.
Die Zahlen entstehen unter unterschiedlichen Prüfbedingungen und beantworten unterschiedliche Fragen.
Auf dieser Seite bleiben die Trotec Modelle deshalb in einer technischen Herstellerdatenanalyse. Unsere selbst getesteten Geräte bleiben im separaten Praxistest.
Zu unseren vier selbst getesteten GerätenBei Trotec gibt es keinen sinnvollen Sieger für alle drei Einsatzbereiche
Der TTK 72 E ist für uns das stärkste Gesamtpaket für einen normal temperierten Raum. 24 Liter maximale Tagesleistung, 195 m³/h Luftdurchsatz, Wäschemodus und eine fein einstellbare Zielfeuchte ergeben ein schlüssiges Profil.
Der TTK 70 HEPA Plus ist spezieller. Wer die zusätzliche Filterung wirklich nutzen möchte, bekommt einen großen Tank und eine Kombination aus Entfeuchtung und Partikelfilter. Die niedrigere dokumentierte Entfeuchtungsleistung mit eingesetztem Filter gehört aber genauso zur Kaufentscheidung.
Der TTR 57 E wird interessant, sobald die Temperatur fällt. In einem ungeheizten Keller oder einer Garage ist seine Adsorptionstechnik wichtiger als die deutlich kleinere Zahl von 9 Litern pro Tag.
Für uns lautet die Reihenfolge deshalb nicht Platz eins bis drei. Sie lautet Wohnraum, Filterbedarf oder Kälte.
Was sich bei den Trotec Modellen nicht auf den ersten Blick erklärt
Welchen Trotec Luftentfeuchter würden wir für einen normalen Wohnraum wählen?
Von diesen drei Modellen würden wir zuerst den TTK 72 E ansehen. Er bietet maximal 24 Liter pro Tag, 195 m³/h Luftdurchsatz und eine einstellbare Zielfeuchtigkeit zwischen 30 und 80 Prozent.
Was ist der Unterschied zwischen TTK 72 E und TTK 70 HEPA Plus?
Beide arbeiten mit Kondensation. Der TTK 72 E legt den Schwerpunkt auf Entfeuchtungsleistung und Luftdurchsatz. Der TTK 70 HEPA Plus ergänzt die Entfeuchtung um einen HEPA-Filter und besitzt einen größeren 6,5-Liter-Tank.
Wie stark entfeuchtet der TTK 70 HEPA Plus mit eingesetztem Filter?
Im aktuellen technischen Handbuch nennt Trotec bei 30 °C und 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit 18 Liter pro Tag ohne HEPA-Filter und 15 Liter pro Tag mit HEPA-Filter.
Ist der TTR 57 E besser für einen kalten Keller?
Für dauerhaft niedrige Temperaturen ist er technisch interessanter. Er arbeitet mit Adsorption und ist laut Trotec für Temperaturen ab 1 °C vorgesehen. TTK 72 E und TTK 70 HEPA Plus sind Kondensationsgeräte mit einem angegebenen Arbeitsbereich ab 5 °C.
Wie viel Strom braucht der TTR 57 E?
Trotec nennt eine maximale Leistungsaufnahme von 730 Watt und ein 650-Watt-Wärmeelement. Das ist ein Maximalwert und keine Aussage darüber, dass das Gerät während jeder Betriebsminute 730 Watt aufnimmt.
Welcher der drei Trotec Luftentfeuchter hat den größten Tank?
Der TTK 70 HEPA Plus mit 6,5 Litern. Beim TTK 72 E sind es 5,5 Liter und beim TTR 57 E 5 Liter.
Kann der TTK 72 E Wäsche trocknen?
Ja. Das Gerät besitzt einen eigenen Wäschetrocknungsmodus. Zusätzlich stehen Automatik, Permanentbetrieb und Ventilation zur Verfügung.
Kann man die gewünschte Luftfeuchtigkeit einstellen?
Beim TTK 72 E und TTK 70 HEPA Plus reicht der Einstellbereich von 30 bis 80 Prozent. Beim TTR 57 E lassen sich 40, 50, 60 oder 70 Prozent sowie Dauerbetrieb auswählen.
Ersetzt der HEPA-Filter im TTK 70 das Lüften?
Nein. Der Filter behandelt die umgewälzte Raumluft, führt aber keine frische Außenluft zu und entfernt beispielsweise kein ausgeatmetes Kohlendioxid. Eine Filterfunktion ersetzt deshalb keinen notwendigen Luftaustausch.
Haben wir diese drei Trotec Geräte selbst getestet?
Nein. Auf dieser Seite vergleichen wir die aktuellen technischen Unterlagen der drei Modelle. Unsere eigenen standardisierten Messwerte stammen von vier anderen Luftentfeuchtern und werden separat veröffentlicht.
Mehr zu Temperatur, Filterung und eigenen Messwerten
Je nach Raum lohnt sich ein anderer Vergleich. Besonders bei kalten Kellern sollte die Technik vor der maximalen Literzahl betrachtet werden.