Wie feucht darf ein Keller sein?
60 Prozent werden häufig als feste Grenze genannt. Im Keller ist die Sache komplizierter. Raumtemperatur, kalte Außenwände, Jahreszeit und die Feuchte direkt an den Oberflächen entscheiden mit darüber, ob ein Wert unproblematisch ist oder Schimmel begünstigt.
Für einen trockenen Keller peilen wir meist etwa 50 bis 60 Prozent an
Für Innenräume gelten 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit als allgemeiner Orientierungsbereich. Bei einem Keller würden wir daraus aber keinen starren Grenzwert ableiten.
Ein Keller mit 58 Prozent Raumluftfeuchte kann an einer sehr kalten Außenwand deutlich feuchter sein. Genau dort entsteht das Schimmelrisiko.
Unser praktischer Zielbereich für einen trockenen Lagerkeller liegt deshalb meist ungefähr zwischen 50 und 60 Prozent. Bleibt die Raumluft dauerhaft über 60 Prozent, beobachten wir Temperatur, Wände und Feuchteverlauf genauer.
Werte deutlich oberhalb dieses Bereichs sollten nicht einfach mit einem größeren Luftentfeuchter überdeckt werden. Zuerst muss geklärt werden, ob Lüftung, Sommerkondensation oder eine bauliche Feuchtequelle dahintersteckt.
Unsere Kellerampel beginnt nicht erst bei 70 Prozent
Die folgenden Bereiche sind unsere praktische Einordnung und keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Temperatur und Oberflächenfeuchte müssen immer mitgedacht werden.
Für einen normalen Lagerkeller würden wir die Luft nicht ohne konkreten Grund immer weiter entfeuchten.
Für einen trockenen Keller ist das für uns ein sinnvoller Ausgangspunkt, sofern die Wandoberflächen ebenfalls unauffällig sind.
Besonders bei kalten Außenwänden sollte geprüft werden, ob die Feuchtigkeit länger anhält oder lokal deutlich höher liegt.
Dauerhaft hohe Werte sind für uns ein deutlicher Anlass, Lüftung, Oberflächen und mögliche bauliche Feuchtequellen zu überprüfen.
60 Prozent in der Raummitte können an der Wand viel mehr sein
Ein normales Hygrometer misst die relative Luftfeuchtigkeit dort, wo das Gerät steht. Schimmel wächst aber nicht in der Mitte des Raumes, sondern auf ausreichend feuchten Materialien und Oberflächen.
Eine kalte Kellerwand kühlt die Luft unmittelbar an ihrer Oberfläche ab. Dadurch steigt dort die relative Luftfeuchtigkeit, obwohl sich der absolute Wassergehalt der Luft zunächst kaum verändert.
Das Umweltbundesamt betrachtet deshalb Oberflächentemperatur und Oberflächenfeuchte als entscheidende Größen bei der Beurteilung von Schimmelrisiken.
Nach dem aktuellen Schimmelleitfaden liegt die untere Feuchtegrenze, bei der unter günstigen Bedingungen einzelne Schimmelarten wachsen können, ungefähr bei 70 Prozent relativer Feuchtigkeit an der Oberfläche. Bei rund 80 Prozent finden viele innenraumrelevante Arten geeignete Wachstumsbedingungen.
Ein Hygrometer in der Raummitte erzählt nicht die ganze Geschichte
Temperatur mitmessen
Relative Luftfeuchtigkeit lässt sich ohne die gleichzeitig vorhandene Temperatur nur eingeschränkt beurteilen. Ein Thermo-Hygrometer zeigt beide Werte.
Kritische Wände prüfen
Neben einer normalen Raummessung kontrollieren wir besonders kalte Außenwände, Ecken und schlecht belüftete Bereiche.
Nicht nur einen Momentwert betrachten
Ein einzelner Wert nach dem Lüften sagt wenig über den Tagesverlauf. Interessanter ist, wie sich die Feuchtigkeit über Stunden und Tage entwickelt.
Bei Problemen länger aufzeichnen
Wenn immer wieder Feuchtigkeit oder Schimmel auftritt, können Datenlogger den Verlauf von Temperatur und relativer Feuchte über längere Zeit sichtbar machen.
Ein offenes Kellerfenster kann die Feuchtigkeit erhöhen
Im Sommer ist der Keller oft deutlich kälter als die Außenluft. Genau deshalb kann ausgiebiges Lüften an einem warmen Tag nach hinten losgehen.
Warme Außenluft kann viel Wasserdampf enthalten. Gelangt sie in den Keller und kühlt an den kalten Wänden ab, steigt ihre relative Luftfeuchtigkeit. An besonders kalten Stellen kann sogar Wasser auskondensieren.
Ein Hygrometer draußen hilft dabei nur begrenzt. Für das Trocknungspotenzial ist entscheidend, wie viel Wasserdampf die Außenluft tatsächlich enthält.
Verbraucherzentralen weisen deshalb darauf hin, dass durch Lüften nur dann Feuchtigkeit abgeführt wird, wenn der absolute Wassergehalt der Außenluft niedriger ist als innen.
Warum zwei Prozentwerte draußen und drinnen nicht direkt vergleichbar sind
60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit bei warmer Luft enthalten eine andere Wassermenge als 60 Prozent bei deutlich kälterer Luft.
Deshalb kann die Anzeige draußen niedriger aussehen und trotzdem mehr Wasserdampf in dieser Luft stecken als im Keller.
Genau das macht Kellerlüftung im Sommer schwierig. Entscheidend ist nicht nur, welcher Hygrometerwert kleiner aussieht, sondern ob die Außenluft nach dem Abkühlen im Keller tatsächlich trocknend wirkt.
Wer dieses Problem regelmäßig hat, kann statt einer einfachen Zeitschaltuhr eine feuchtegeführte Kellerlüftung einsetzen. Solche Systeme vergleichen Innen- und Außenbedingungen und öffnen beziehungsweise belüften nur dann, wenn eine Trocknung möglich ist.
Kalte Außenluft kann beim Erwärmen sehr trocken werden
Im Winter enthält kalte Außenluft häufig deutlich weniger Wasserdampf als die Kellerluft.
Wird diese Luft hereingelassen und erwärmt sich anschließend im Keller, sinkt ihre relative Luftfeuchtigkeit. Dadurch kann sie Feuchtigkeit aus dem Raum aufnehmen.
Das Umweltbundesamt sieht Kellerlüftung im Winter deshalb wesentlich unproblematischer als an schwülwarmen Sommertagen.
Dauerhaft gekippte Fenster würden wir trotzdem nicht als Standardlösung verwenden. Kurzes gezieltes Lüften ist kontrollierbarer und verhindert unnötige Auskühlung.
Warme Wohnraumluft kann einen kalten Keller zusätzlich befeuchten
Ein kühler Keller sollte nicht dadurch erwärmt werden, dass ständig Luft aus beheizten Wohnräumen hineinströmt.
Diese warme Luft bringt Wasserdampf mit. Kühlt sie im Keller ab, steigt ihre relative Luftfeuchtigkeit.
Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, Türen zwischen deutlich unterschiedlich temperierten Räumen geschlossen zu halten.
Das gilt besonders für Kellertüren zum Treppenhaus oder zu beheizten Wohnbereichen.
Kartons und Textilien reagieren früher als eine Betonwand
Ein Keller kann auf den ersten Blick trocken wirken und trotzdem für empfindliche Lagergüter ungeeignet sein.
Papier, Karton, Textilien und andere organische Materialien können Feuchtigkeit aufnehmen. Stehen Kartons direkt an einer kalten Außenwand oder auf einem feuchten Boden, verschlechtern sich die Bedingungen zusätzlich.
In einem Keller mit bekannten Feuchteproblemen würden wir schimmelempfindliche Gegenstände deshalb nicht dicht an Außenwänden lagern.
Regale sollten Luftzirkulation erlauben. Auch Stiftung Warentest empfiehlt in schimmelgefährdeten Kellern Abstand zwischen Schränken und kalten Außenwänden sowie möglichst freie Luftbewegung hinter und unter Möbeln.
Eine feuchte Wand lässt sich nicht einfach wegentfeuchten
Gerade in älteren Kellern kann Wasser über das Bauwerk selbst eindringen.
Mögliche Ursachen sind fehlende oder beschädigte Außenabdichtungen, aufsteigende Feuchtigkeit, Risse, Leitungswasserschäden oder andere Undichtigkeiten.
Ein Luftentfeuchter kann dann die Raumluft trockener halten und Wasser aus verdunstender Feuchtigkeit aufnehmen. Die bauliche Ursache beseitigt er nicht.
Werden Wände sichtbar nass, entstehen Ausblühungen oder steigt die Luftfeuchtigkeit nach jeder Entfeuchtung sehr schnell wieder an, würden wir die Ursache untersuchen lassen statt einfach den Zielwert immer weiter abzusenken.
Wenn korrektes Lüften den Keller nicht stabil trocken hält
Ein Luftentfeuchter kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn sich die Feuchte nicht allein durch geeignete Lüftungszeiten kontrollieren lässt.
Kompressorgeräte sind naheliegend
Bleibt der Keller deutlich über etwa 10 °C, würden wir normalerweise zuerst einen passenden Kondensationsentfeuchter betrachten.
Adsorption mitprüfen
Bei dauerhaft niedrigen Temperaturen kann ein Adsorptionstrockner seine Leistung besser halten als ein typisches Kompressorgerät.
Hygrostat nutzen
Für einen normalen Kellerbetrieb bevorzugen wir einen festen Zielwert gegenüber einem ungeregelten Dauerlauf.
Dauerablauf wird wichtig
Sobald der Tank voll ist, stoppt die Entfeuchtung. Ein korrekt installierter Schlauch verhindert regelmäßiges manuelles Leeren.
Welche Entfeuchter wir je nach Kellertemperatur ansehen würden
Nur den COMFEE 30L haben wir selbst unter unserem einheitlichen Testaufbau gemessen. Meaco DD8L Junior und Trotec TTR 57 E werden hier anhand aktueller Herstellerdaten als Alternativen für kalte Räume eingeordnet.
COMFEE CDDAE-30DEN7-QA3
Für einen temperierten Keller mit hoher Feuchtelast
In unserem Test bei etwa 21 °C war der COMFEE 30L das schnellste Gerät. Er entfernte innerhalb von zwei Stunden außerdem die größte Wassermenge und erreichte die beste gemessene Energieausbeute.
Seine 55,8 dB(A) störten uns stärker als bei den kleineren Geräten. In einem abgeschlossenen Kellerraum wiegt dieser Nachteil für uns allerdings weniger schwer als im Schlafzimmer.
COMFEE 30L bei Amazon ansehen Zu unseren MesswertenMeaco DD8L Junior
Adsorption für niedrige Temperaturen
Meaco gibt den DD8L Junior ausdrücklich für niedrige Temperaturen ab 1 °C frei. Besonders hilfreich ist die zusätzliche Leistungsangabe von 7,3 Litern pro Tag bei 10 °C und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit.
Das Gerät hat unseren eigenen Test bislang nicht durchlaufen. Wir führen es hier deshalb als technisch interessante Alternative für kalte Keller und nicht als eigenen Testsieger.
Meaco DD8L Junior bei Amazon ansehenTrotec TTR 57 E
Adsorption für Keller und unbeheizte Nebenräume
Der TTR 57 E arbeitet ebenfalls mit Adsorption. Trotec nennt maximal 9 Liter pro Tag, einen 5-Liter-Tank und einen Arbeitsbereich ab 1 °C.
Die maximale Leistungsaufnahme von 730 Watt zeigt gleichzeitig den typischen Nachteil der Adsorption. Kälteeignung wird mit elektrischer Wärme für die Regeneration des Trockenmaterials erkauft.
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Mit 55 bis 60 Prozent beginnen und den Verlauf beobachten
Für einen normalen trockenen Keller würden wir einen Luftentfeuchter nicht automatisch auf 40 Prozent einstellen.
Ein Startwert um 55 bis 60 Prozent ist für uns meist sinnvoller. Danach beobachten wir, ob der Keller stabil bleibt und wie sich die Feuchte an kalten Bereichen entwickelt.
Liegt der Raum dauerhaft knapp unter 60 Prozent, aber eine bestimmte Außenwand bleibt feucht oder riecht muffig, lösen weitere fünf Prozentpunkte weniger Raumfeuchte nicht zwingend die Ursache.
Umgekehrt kann bei einem problematischen, sehr kalten Bauteil ein niedrigerer Raumwert erforderlich sein. Das sollte aus den tatsächlichen Temperatur- und Feuchtebedingungen abgeleitet werden.
Dann bleiben die Kellerfenster geschlossen
Während der technischen Entfeuchtung soll das Gerät einen definierten Raum trocknen.
Bei geöffneten Fenstern strömt ständig neue Außenluft nach. Das kann die Laufzeit und den Stromverbrauch erhöhen und verhindert unter ungünstigen Sommerbedingungen sogar das Erreichen der Zielfeuchtigkeit.
Stiftung Warentest empfiehlt deshalb ebenfalls geschlossene Fenster während des Entfeuchterbetriebs.
Lüftung und Entfeuchtung werden für uns zeitlich getrennt. Wir lüften, wenn die Außenbedingungen tatsächlich zum Trocknen geeignet sind. Danach werden die Fenster geschlossen und der Entfeuchter kann den Raum geregelt weiter trocknen.
Wie schnell die Feuchte zurückkommt, sagt oft mehr als ein einzelner Messwert
Ein Keller kann nach mehreren Stunden Entfeuchtung problemlos 55 Prozent anzeigen.
Steigt der Wert nach dem Abschalten innerhalb kurzer Zeit wieder stark an, wird weiterhin Feuchtigkeit in die Raumluft abgegeben.
Das kann aus Materialien und Wänden kommen, durch Lüften entstehen oder auf eine dauerhafte Feuchtequelle hindeuten.
Genau deshalb ist der Verlauf interessanter als ein Screenshot vom Hygrometer direkt nach der Trocknung.
Erst messen, dann die Ursache eingrenzen
Temperatur und Luftfeuchtigkeit beobachten
Ein Thermo-Hygrometer liefert den ersten Überblick. Wir messen nicht nur direkt nach dem Lüften, sondern über verschiedene Tageszeiten hinweg.
Kalte Außenwände und Ecken kontrollieren
Dort kann die relative Feuchtigkeit deutlich höher sein als in der Raummitte. Besonders hinter Möbeln und Regalen fehlt häufig Luftzirkulation.
Im Sommer Lüftungszeit prüfen
Warmes Wetter bedeutet nicht automatisch gute Lüftungsbedingungen. Wir öffnen Kellerfenster bevorzugt dann, wenn die Außenluft tatsächlich trocknend wirken kann.
Bauliche Feuchte ausschließen
Sichtbar feuchte Wände, Salzspuren, Wassereintritt oder ständig stark zurückkehrende Feuchtigkeit gehören untersucht.
Erst dann den Entfeuchter dimensionieren
Raumvolumen und Temperatur bestimmen, ob ein Kompressorgerät oder bei sehr kalten Räumen ein Adsorptionstrockner besser passt.
Der beste Wert ist stabil, nicht nur niedrig
Für einen trockenen Lagerkeller sehen wir ungefähr 50 bis 60 Prozent relative Raumluftfeuchtigkeit als vernünftigen Arbeitsbereich.
Diese Zahl ist aber nur der Anfang. Ein kalter Wandbereich kann eine wesentlich höhere relative Feuchte aufweisen als das Hygrometer in der Raummitte.
Deshalb reagieren wir schon auf dauerhaft steigende Werte oberhalb von 60 Prozent und warten nicht darauf, dass das Display irgendwann 70 oder 80 Prozent zeigt.
Besonders im Sommer kontrollieren wir außerdem, ob Lüften den Keller tatsächlich trocknet. Wenn die Außenluft mehr Wasserdampf enthält als die Kellerluft, kann ein geöffnetes Fenster genau das Gegenteil bewirken.
Bleibt der Keller trotz sinnvoller Lüftung feucht, ist ein geregelter Luftentfeuchter eine mögliche Ergänzung. Bei sichtbaren Feuchteschäden muss parallel die Ursache im Gebäude geklärt werden.
Was bei der Kellerfeuchte oft falsch eingeschätzt wird
Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller optimal?
Für einen trockenen normalen Lagerkeller verwenden wir ungefähr 50 bis 60 Prozent als praktischen Zielbereich. Das ist kein universeller Grenzwert. Temperatur und Feuchtigkeit an kalten Wandoberflächen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Sind 60 Prozent Luftfeuchtigkeit im Keller zu viel?
Nicht automatisch. 60 Prozent in der Raummitte können in einem unauffälligen Keller problemlos sein. Bei sehr kalten Wänden kann die relative Feuchtigkeit direkt an der Oberfläche jedoch deutlich höher liegen.
Sind 70 Prozent Luftfeuchtigkeit im Keller normal?
Kurzzeitige Schwankungen können vorkommen. Bleibt der Keller jedoch dauerhaft in diesem Bereich, würden wir die Ursache prüfen und die Feuchte reduzieren, besonders wenn Außenwände kalt sind oder bereits muffiger Geruch beziehungsweise sichtbare Feuchtigkeit auftritt.
Ab wann entsteht Schimmel im Keller?
Es gibt keinen einzelnen Raumluftwert, bei dem automatisch Schimmel entsteht. Entscheidend ist die Feuchtigkeit am Material. Das Umweltbundesamt beschreibt bereits ab etwa 70 Prozent relativer Feuchtigkeit an Oberflächen mögliche Wachstumsbedingungen für einzelne Schimmelarten. Bei rund 80 Prozent sind die Bedingungen für viele Arten günstig.
Warum ist der Keller im Sommer so feucht?
Warme Außenluft kann viel Wasserdampf enthalten. Gelangt sie in einen kalten Keller, kühlt sie ab und ihre relative Luftfeuchtigkeit steigt. An kalten Wänden kann dadurch Kondensation entstehen.
Wann sollte man den Keller im Sommer lüften?
Nicht allein nach Uhrzeit. Entscheidend ist, ob die Außenluft tatsächlich trockener ist. Kühle Nacht- und Morgenstunden bieten dafür häufig bessere Bedingungen als ein warmer Nachmittag.
Kann ich Innen- und Außenfeuchte einfach in Prozent vergleichen?
Nein. Relative Luftfeuchtigkeit hängt von der Temperatur ab. Für die Frage, ob Lüften trocknet, ist der tatsächliche Wasserdampfgehalt der Außenluft entscheidend.
Wo sollte das Hygrometer im Keller stehen?
Eine normale Raummessung ist sinnvoll, reicht bei Problemen aber nicht immer aus. Kritische kalte Außenwände, Ecken und Bereiche hinter Möbeln sollten zusätzlich beobachtet werden. Bei wiederkehrenden Problemen sind längere Messreihen aussagekräftiger als Einzelwerte.
Auf welche Luftfeuchtigkeit sollte ich den Luftentfeuchter stellen?
Für einen normalen Keller beginnen wir meist mit ungefähr 55 bis 60 Prozent und beobachten anschließend den Verlauf. Ein unnötig niedriger Zielwert erhöht die Laufzeit, ohne automatisch ein bauliches Feuchteproblem zu lösen.
Soll das Fenster offen bleiben, wenn der Entfeuchter läuft?
Nein. Während der gezielten technischen Entfeuchtung sollten die Kellerfenster geschlossen bleiben. Sonst strömt laufend neue Außenluft nach.
Welcher Luftentfeuchter ist für einen kalten Keller geeignet?
Bei dauerhaft niedrigen Temperaturen würden wir Adsorptionstrockner mit in die Auswahl nehmen. Meaco DD8L Junior und Trotec TTR 57 E sind laut aktuellen Herstellerdaten ab 1 °C vorgesehen. Wir haben diese beiden Geräte bislang nicht selbst gemessen.
Hilft ein Luftentfeuchter gegen feuchte Kellerwände?
Er kann die Raumluft trocknen und dadurch die Verdunstung unterstützen. Wenn Wasser über Boden, Außenwände, Risse oder andere Bauteile eindringt, muss zusätzlich die bauliche Ursache behoben werden.
Bei einem kalten Keller wird die Art des Entfeuchters wichtig
Temperatur und Luftfeuchtigkeit hängen direkt zusammen. Deshalb ist die nächste Frage nicht nur, wie groß der Entfeuchter sein muss, sondern ob Kondensation oder Adsorption besser zum Raum passt.