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Kompressor oder Adsorption beim Luftentfeuchter?

Beide Techniken können einen Raum trocknen, aber nicht unter denselben Bedingungen gleich gut. In einem beheizten Wohnraum spricht vieles für einen Kompressor-Luftentfeuchter. In einem dauerhaft kalten Keller oder einer ungeheizten Garage kann Adsorption deutlich besser passen.

Die kurze Entscheidung

Je kälter der Raum, desto interessanter wird Adsorption

Für normale Wohnräume würden wir zuerst einen Kompressor-Luftentfeuchter wählen. Diese Technik arbeitet bei üblichen Raumtemperaturen effizient und ist bei Haushaltsgeräten weit verbreitet.

Bleibt ein Keller, eine Garage oder ein Ferienhaus dagegen über längere Zeit deutlich unter ungefähr 10 °C, schauen wir zuerst auf Adsorptionstrockner.

Die 10 °C sind keine harte technische Grenze. Das konkrete Gerät und seine Leistungsdaten bleiben wichtiger. Als praktische Orientierung trennt dieser Bereich die beiden Technologien aber sinnvoll.

Der Unterschied auf einen Blick

Beide entfernen Wasser, der Weg dorthin ist völlig verschieden

Kompressor

Kondensation

Feuchte Raumluft wird über einen kalten Wärmetauscher geführt. Kühlt sie dort unter ihren Taupunkt, kondensiert Wasser und läuft in den Tank oder über einen Schlauch ab.

Besonders interessant für
  • Wohnzimmer
  • Schlafzimmer
  • beheizte Keller
  • Badezimmer
  • Wäschetrocknung bei normaler Raumtemperatur
Adsorption

Trockenrad und Trockenmittel

Wasserdampf wird an einem hygroskopischen Material im Trockenrad gebunden. Ein erwärmter Luftstrom regeneriert dieses Material, damit es erneut Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Besonders interessant für
  • kalte Keller
  • ungeheizte Garagen
  • Ferienhäuser im Winter
  • Boote und Wohnwagen
  • andere dauerhaft kühle Räume
Dasselbe Unternehmen, dieselben Prüfbedingungen

Bei 10 °C wird der Unterschied sehr deutlich

Besonders hilfreich sind die technischen Tabellen von Meaco. Dort können ein Kompressorgerät und ein Adsorptionstrockner bei exakt derselben Temperatur und relativen Luftfeuchtigkeit verglichen werden.

Modell Technik 20 °C / 60 % 10 °C / 60 % Leistung bei 10 °C relativ zu 20 °C
MeacoDry Arete Two 20L Kompressor 8,50 L/Tag 3,35 L/Tag ca. 39 %
Meaco DD8L Junior Adsorption 7,40 L/Tag 7,30 L/Tag ca. 99 %

Die Literwerte sind Herstellerangaben. Die Prozentwerte haben wir aus diesen veröffentlichten Daten berechnet. Es handelt sich nicht um unsere eigenen Messungen.

Beim Arete Two 20L fällt die veröffentlichte Entfeuchtungsleistung zwischen 20 und 10 °C deutlich. Beim DD8L Junior verändert sie sich unter denselben Feuchtebedingungen dagegen kaum.

Genau das ist der technische Grund, warum wir für einen dauerhaft kalten Raum nicht einfach das Kompressorgerät mit der größeren Zahl im Produktnamen auswählen.

Im warmen Raum dreht sich das Argument

Bei 20 °C ist der Kompressor nach diesen Daten deutlich effizienter

Die Meaco-Tabelle nennt beim Arete Two 20L unter 20 °C und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit 8,50 Liter pro Tag bei 207 Watt.

Beim DD8L Junior stehen unter denselben Temperatur- und Feuchtebedingungen 7,4 Liter pro Tag und 330 Watt.

Arete Two 20L ca. 0,58 kWh/L 20 °C / 60 %, rechnerisch
DD8L Junior ca. 1,07 kWh/L 20 °C / 60 %, rechnerisch

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum Adsorption nicht einfach die technisch bessere Variante ist. Sie löst vor allem ein Temperaturproblem.

In einem beheizten Raum zahlen wir für diesen Kältevorteil häufig mit einer ungünstigeren Energiebilanz.

Die kWh/L-Werte wurden von uns aus den veröffentlichten Leistungs- und Entfeuchtungsdaten berechnet. Tatsächlicher Haushaltsverbrauch hängt von Regelung, Temperatur, Feuchtelast und Laufzeit ab.

So arbeitet ein Kompressorgerät

Der Taupunkt macht aus Wasserdampf flüssiges Wasser

Ein Ventilator zieht feuchte Raumluft durch den Luftentfeuchter. Im Gerät trifft sie auf einen gekühlten Verdampfer.

Sinkt die Temperatur der Luft dort unter den Taupunkt, kann sie nicht mehr die gesamte enthaltene Feuchtigkeit als Wasserdampf halten. Wasser schlägt sich am kalten Wärmetauscher nieder.

Das Kondensat läuft anschließend in den Wassertank oder über einen angeschlossenen Ablaufschlauch ab. Die trockenere Luft wird im Gerät wieder etwas erwärmt und zurück in den Raum geleitet.

Je kälter die Umgebung wird, desto schwieriger wird dieser Prozess. Am kalten Verdampfer kann sich Reif bilden und das Gerät muss abhängig von seiner Konstruktion Abtauphasen einlegen.

Adsorption funktioniert anders

Hier braucht es keinen kalten Verdampfer

Beim Adsorptionstrockner strömt die Raumluft durch ein Trockenrad mit hygroskopischem Material.

Die Feuchtigkeit bindet sich an der Oberfläche des Trockenmittels. Damit das Material nicht irgendwann gesättigt bleibt, wird ein Teil des Rotors kontinuierlich regeneriert.

Dafür wird Luft erwärmt und durch den Regenerationsbereich geführt. Die zuvor gebundene Feuchtigkeit wird wieder aus dem Trockenmaterial gelöst und im Haushaltsgerät anschließend als Wasser gesammelt beziehungsweise abgeführt.

Weil der Wasserentzug nicht davon abhängt, dass ein Verdampfer weit unter die Raumtemperatur gekühlt wird, bleibt diese Technik bei niedrigen Temperaturen wesentlich leistungsfähiger.

Adsorption oder Absorption?

Bei diesen Luftentfeuchtern ist Adsorption der präzisere Begriff

Die Begriffe werden im Handel gelegentlich durcheinander verwendet.

Beim hier beschriebenen Trockenrad bindet sich Wasserdampf an der sehr großen Oberfläche des hygroskopischen Materials. Dieser Vorgang wird als Adsorption bezeichnet.

Deshalb verwenden wir auf dieser Seite konsequent die Bezeichnung Adsorptionstrockner.

Unsere praktische Auswahl

Die Raumtemperatur ist der erste Filter

Über etwa 15 °C Kompressor zuerst prüfen

Für beheizte Wohnräume und temperierte Keller ist Kondensation in der Regel unser Ausgangspunkt.

Etwa 10 bis 15 °C Das konkrete Modell entscheidet

Hier vergleichen wir Leistungsdaten bei niedriger Temperatur und nicht nur die maximale L/24h-Zahl.

Unter etwa 10 °C Adsorption ernsthaft prüfen

In dauerhaft kalten und unbeheizten Räumen wird der Vorteil des Trockenrades besonders relevant.

Diese Bereiche sind eine Kaufhilfe und keine technischen Abschaltgrenzen. Das Handbuch des konkreten Geräts ist für seinen zulässigen Arbeitsbereich maßgeblich.

Unsere vier Praxistestgeräte

Bei etwa 21 °C funktioniert Kompressortechnik sehr gut

Alle vier Geräte unseres eigenen Haupttests arbeiten mit Kompressortechnik. Der Raum hatte ungefähr 21 °C.

COMFEE 30L 44 Min. 328 ml in 2 h
COMFEE 20L 58 Min. 256 ml in 2 h
Bosch Dry 4000 71 Min. 214 ml in 2 h
COMFEE 10L 98 Min. 168 ml in 2 h

Angegeben ist die Zeit von 65 auf 50 Prozent relative Luftfeuchtigkeit sowie die innerhalb von zwei Stunden gesammelte Wassermenge.

Diese Messreihe bestätigt, wie gut Kompressorgeräte unter normalen Wohnraumbedingungen arbeiten können.

Sie sagt dagegen nicht, dass der COMFEE 30L auch bei beispielsweise 5 °C der beste unserer vier Geräte wäre. Einen solchen Kältetest haben wir mit diesen Modellen nicht durchgeführt.

Arbeitsbereich nicht mit Leistung verwechseln

Ein Kompressorgerät darf bei 5 °C laufen und trotzdem deutlich schwächer sein

Bosch gibt für den Dry 4000 einen Arbeitsbereich von 5 bis 35 °C an. Beim COMFEE CDDOE-10DEN7-QA3 sind es laut Bedienungsanleitung 5 bis 32 °C.

Das bedeutet, dass die Geräte innerhalb dieses Temperaturbereichs vorgesehen sind.

Es bedeutet nicht, dass ihre Entfeuchtungsleistung bei 5 °C genauso hoch ist wie bei 20 oder 30 °C.

Deshalb achten wir bei einem kalten Keller auf konkrete Leistungstabellen bei niedrigen Temperaturen und nicht nur auf die minimale Betriebsgrenze.

Der wichtigste Nachteil der Adsorption

Die Regeneration des Trockenmittels braucht Wärme

Ein Adsorptionstrockner muss das Trockenmaterial immer wieder trocknen, damit es neue Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Dafür wird elektrische Wärme eingesetzt. Genau dieser Schritt erklärt einen großen Teil des höheren Energiebedarfs.

Beim Meaco DD8L Junior nennt der Hersteller 330 Watt bei 20 °C und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit sowie maximal 650 Watt je nach Betriebsstufe.

Beim Trotec TTR 57 E werden maximal 730 Watt Leistungsaufnahme angegeben. Das eingebaute Wärmeelement ist mit 650 Watt spezifiziert.

Diese Maximalwerte sind keine Aussage darüber, dass die Geräte in jeder Betriebsminute exakt diesen Wert aufnehmen. Sie zeigen aber, warum wir Adsorption nicht allein aus technischer Neugier in einen warmen Wohnraum stellen würden.

Die Wärme kann zugleich nützlich sein

Ein Adsorptionstrockner gibt wärmere Luft in den Raum zurück

Die für die Regeneration eingesetzte Wärme verschwindet nicht einfach.

Beim DD8L Junior beschreibt Meaco die austretende Luft während der Entfeuchtung als etwa 10 bis 12 °C wärmer als die angesaugte Luft.

Das bedeutet nicht, dass sich der gesamte Raum um 10 oder 12 Grad erwärmt. Die Angabe betrifft den Luftstrom am Gerät.

In einer kalten Garage oder einem unbeheizten Keller kann diese Abwärme durchaus willkommen sein. In einem bereits warmen Raum ist sie dagegen kein besonderer Vorteil.

Ist Adsorption automatisch leiser?

Aus der Technik allein würden wir keine Lautstärkeentscheidung treffen

Ein Adsorptionstrockner benötigt keinen Kältemittel-Kompressor. Trotzdem besitzt er Ventilatoren, ein Trockenrad und eine Luftführung.

Der Meaco DD8L Junior wird mit 39 bis 48 dB angegeben. Beim Trotec TTR 57 E stehen 47 dB(A) im aktuellen technischen Handbuch.

Zum Vergleich nennt Bosch für den Kompressor-Dry-4000 38 bis 40 dB(A). In unserem eigenen Aufbau maßen wir beim Bosch 42,4 dB(A).

Unterschiedliche Herstellerwerte vergleichen wir nicht wie Messwerte aus demselben Testraum. Wer ein leises Gerät sucht, sollte deshalb das konkrete Modell und nicht nur die Technologie betrachten.

Zu unseren eigenen Lautstärkemessungen
Beim Wäschetrocknen

In einem warmen Trockenraum würden wir meist beim Kompressor bleiben

Feuchte Wäsche erzeugt über mehrere Stunden eine hohe Feuchtelast. Dafür ist viel Wasserentzug gefragt.

Bei normaler Raumtemperatur spricht die Energieeffizienz häufig für einen passend dimensionierten Kompressorentfeuchter.

In unserem eigenen dreistündigen Wäschetest entfernte der COMFEE 30L 650 g Wasser aus der Testwäsche, der COMFEE 20L 525 g, der Bosch Dry 4000 440 g und der kleine COMFEE 10L 350 g.

Steht die Wäsche dagegen in einem sehr kalten unbeheizten Raum, verändert die Temperatur wieder die Technikentscheidung. Dann kann Adsorption trotz höherem Strombedarf interessant werden.

Zu unserem Wäschetest
Keller ist nicht gleich Keller

Ein Heizkeller und ein Winterkeller brauchen nicht dasselbe Gerät

Ein Keller mit 18 °C und ein unbeheizter Keller mit 6 °C können dieselbe Grundfläche haben und trotzdem eine andere Entfeuchtungstechnik benötigen.

In einem temperierten Keller würden wir zuerst ein Kompressorgerät dimensionieren. Bei dauerhaft niedrigen Temperaturen wird Adsorption interessanter.

Besonders im Sommer muss zusätzlich die Lüftung berücksichtigt werden. Warme feuchte Außenluft kann in einem kalten Keller abkühlen und sogenannte Sommerkondensation verursachen.

Ein Entfeuchter kann bei solchen Bedingungen helfen, ersetzt aber nicht die Prüfung möglicher baulicher Feuchtequellen.

Luftfeuchtigkeit im Keller richtig einordnen
Vier Geräte für unterschiedliche Bedingungen

Welche Modelle wir als Ausgangspunkt ansehen würden

Bosch Dry 4000 haben wir selbst getestet. Die drei anderen Modelle in diesem Abschnitt ordnen wir anhand ihrer aktuellen technischen Herstellerdaten ein.

Von uns getestet

Bosch Dry 4000

Kompressor für normale Raumtemperaturen

Bei uns 71 Min.
Strom 2 h 0,514 kWh
Effizienz 416 ml/kWh

Der Dry 4000 war in unserem Vergleich ein ausgewogener Kompressorentfeuchter mit sehr genauer Hygrostatregelung und niedrigem absolutem Energieverbrauch.

Bosch gibt ihn für 5 bis 35 °C frei. Unser eigener Test fand bei etwa 21 °C statt.

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Kompressor mit Leistungsdaten bei 10 °C

MeacoDry Arete Two 20L

Für temperierte Räume mit hoher Feuchtelast

20 °C / 60 % 8,50 L/Tag
10 °C / 60 % 3,35 L/Tag
20 °C 207 W

Dieses Modell ist für unseren Technikvergleich besonders wertvoll, weil Meaco Leistungswerte für verschiedene Temperaturen veröffentlicht.

Den Arete Two 20L haben wir bislang nicht selbst in unserem Messaufbau getestet.

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Für kalte Räume

Meaco DD8L Junior

Adsorption ab niedrigen Temperaturen

10 °C / 60 % 7,3 L/Tag
20 °C / 60 % 7,4 L/Tag
Arbeitsbereich ab 1 °C

Seine veröffentlichte Leistung verändert sich zwischen 20 und 10 °C nur gering. Genau deshalb ist der DD8L Junior für uns ein interessanter Kandidat für kalte Keller, Garagen und andere unbeheizte Räume.

Das Gerät gehört nicht zu unserer eigenen Messreihe und erhält deshalb keine Testnote.

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Adsorption mit großem Tank

Trotec TTR 57 E

Für unbeheizte Nebenräume

Arbeitsbereich 1 bis 32 °C
Tank 5 L
Luftmenge 185 m³/h

Der TTR 57 E arbeitet ebenfalls mit Adsorption. Trotec gibt maximal 9 Liter pro Tag und eine maximale Leistungsaufnahme von 730 Watt an.

Auch dieses Modell haben wir nicht selbst gemessen. Seine technischen Daten machen ihn aber für niedrige Temperaturen deutlich interessanter als einen typischen Wohnraum-Kompressorentfeuchter.

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Unabhängig von der Technologie

Für lange Laufzeiten ist der Wasserablauf wichtiger als viele Zusatzfunktionen

Kompressor und Adsorption haben dasselbe praktische Problem. Das entfernte Wasser muss irgendwohin.

Ist der Tank voll, stoppen Haushaltsgeräte normalerweise die aktive Entfeuchtung.

In einem Keller, Ferienhaus oder einer Garage, die nicht täglich kontrolliert werden, würden wir deshalb einen geeigneten kontinuierlichen Wasserablauf bevorzugen.

Bosch Dry 4000, Meaco Arete Two 20L, DD8L Junior und Trotec TTR 57 E bieten Möglichkeiten für einen dauerhaften Kondensatablauf.

Mehr zum Betrieb mit Ablaufschlauch
Auch die beste Technik braucht eine Regelung

Wir würden kein Gerät nur wegen seines Entfeuchtungsprinzips kaufen

Ein guter Luftentfeuchter sollte eine sinnvolle Zielfeuchtigkeit halten können.

Das gilt für Kompressor und Adsorption gleichermaßen. Ist der gewünschte Wert erreicht, soll das Gerät nicht ohne Grund mit maximaler Leistung weiterarbeiten.

Stiftung Warentest empfiehlt deshalb ebenfalls Geräte, bei denen ein konkreter Prozentwert als Zielfeuchtigkeit gewählt werden kann.

In unserem eigenen Test war der Bosch Dry 4000 bei dieser Disziplin besonders stark. Seine durchschnittliche Abweichung zum externen Hygrometer betrug nur 2,0 Prozentpunkte.

Unsere Entscheidungshilfe

Welche Technik würden wir in welchem Raum nehmen?

Wohnzimmer mit 20 bis 22 °C

Kompressor. Unter normalen Wohnbedingungen sehen wir keinen Grund, den höheren Energiebedarf eines Adsorptionstrockners in Kauf zu nehmen.

Schlafzimmer mit normaler Raumtemperatur

Ebenfalls Kompressor. Zusätzlich würden wir Lautstärke und einen guten Nachtmodus stark gewichten.

Keller mit 15 bis 18 °C

Meist beginnen wir mit einem geeigneten Kompressorgerät. Raumgröße, Feuchtelast und konkrete Herstellerdaten entscheiden über die Leistungsklasse.

Keller mit ungefähr 10 °C

Hier vergleichen wir beide Technologien genauer. Besonders hilfreich sind konkrete L/24h-Werte des Geräts bei 10 °C.

Garage oder Keller mit 5 °C

Adsorption wäre unser Ausgangspunkt. Ein Kompressorgerät kann zwar für diese Temperatur freigegeben sein, seine tatsächliche Wasserleistung kann aber stark gefallen sein.

Warmer Raum mit viel feuchter Wäsche

Ein leistungsstarker Kompressorentfeuchter ist für uns normalerweise die erste Wahl. Bei kaltem Trockenraum prüfen wir Adsorption zusätzlich.

Was für uns den Ausschlag gibt

Kompressor für Wärme, Adsorption für Kälte ist eine gute Startregel

Sie ist trotzdem nur eine Startregel.

Bei ungefähr 20 °C sprechen Energieeffizienz und große Geräteauswahl für den Kompressor. Unsere vier eigenen Praxistestgeräte zeigen, dass diese Technik unter normalen Wohnraumbedingungen sehr leistungsfähig sein kann.

Fällt die Temperatur deutlich, verändert sich die Rechnung. Die veröffentlichten Meaco-Daten zeigen diesen Effekt besonders sauber. Der Arete Two 20L fällt von 8,50 auf 3,35 Liter pro Tag, wenn die Temperatur bei gleichbleibenden 60 Prozent relativer Feuchtigkeit von 20 auf 10 °C sinkt. Der DD8L Junior verändert sich im selben Vergleich nur von 7,4 auf 7,3 Liter.

Dafür benötigt Adsorption Wärme zur Regeneration des Trockenmittels und ist in einem warmen Raum häufig energetisch weniger attraktiv.

Wir würden deshalb nicht fragen, welche Technik grundsätzlich besser ist. Die sinnvollere Frage lautet, bei welcher Temperatur der Luftentfeuchter die meiste Zeit tatsächlich arbeiten wird.

Häufige Fragen

Was bei Kompressor und Adsorption oft verwechselt wird

Was ist besser, Kompressor oder Adsorption?

Das hängt vor allem von der Temperatur ab. Für normale beheizte Wohnräume würden wir meist einen Kompressorentfeuchter wählen. In dauerhaft kalten und unbeheizten Räumen kann Adsorption besser geeignet sein.

Ab welcher Temperatur lohnt sich ein Adsorptionstrockner?

Eine harte Grenze gibt es nicht. Als praktische Orientierung wird der Bereich um 10 °C interessant. Darunter würden wir Adsorption zunehmend stärker gewichten und die Leistungswerte des konkreten Geräts bei niedriger Temperatur prüfen.

Warum verliert ein Kompressorgerät bei Kälte Leistung?

Das Wasser muss an einem gekühlten Wärmetauscher kondensieren. Bei niedriger Raumtemperatur werden diese Bedingungen ungünstiger und am Verdampfer kann sich Reif bilden. Dadurch sinkt die nutzbare Entfeuchtungsleistung.

Warum funktioniert Adsorption bei Kälte besser?

Das Trockenmittel bindet Wasserdampf direkt aus der Luft. Dafür muss kein Wärmetauscher weit unter die Raumtemperatur gekühlt werden. Das Verfahren kann deshalb auch bei niedrigen Temperaturen wirksam bleiben.

Braucht ein Adsorptionstrockner mehr Strom?

Häufig ja. Das Trockenmaterial muss mit Wärme regeneriert werden. Stiftung Warentest nennt den höheren Strombedarf als typischen Nachteil dieser Technik.

Ist Adsorption bei 20 °C sinnvoll?

Sie funktioniert auch dort. Energetisch würden wir bei normalen Wohnraumtemperaturen aber meist zuerst einen guten Kompressorentfeuchter prüfen. Die veröffentlichten Meaco-Daten zeigen bei 20 °C und 60 Prozent einen deutlichen rechnerischen Effizienzvorteil für den Arete Two 20L gegenüber dem DD8L Junior.

Welcher Typ eignet sich für einen kalten Keller?

Bei dauerhaft niedrigen Temperaturen sind Adsorptionstrockner wie Meaco DD8L Junior oder Trotec TTR 57 E interessante Kandidaten. Beide sind laut aktuellen Herstellerdaten ab 1 °C vorgesehen. Wir haben diese beiden Modelle nicht selbst getestet.

Welcher Typ eignet sich zum Wäschetrocknen?

Bei normaler Raumtemperatur würden wir meist einen ausreichend leistungsstarken Kompressorentfeuchter einsetzen. In einem sehr kalten Trockenraum kann Adsorption interessanter werden.

Ist ein Adsorptionstrockner gleichzeitig eine Heizung?

Nein. Er ist ein Luftentfeuchter, gibt durch die notwendige Regenerationswärme aber wärmere Luft zurück. Beim DD8L Junior beschreibt Meaco beispielsweise einen deutlich erwärmten Austrittsluftstrom. Das ersetzt keine geregelte Raumheizung.

Was bedeutet 5 °C Mindesttemperatur bei einem Kompressorentfeuchter?

Zunächst nur, dass der Hersteller das Gerät innerhalb dieses Arbeitsbereichs vorsieht. Daraus folgt nicht, dass es bei 5 °C dieselbe Entfeuchtungsleistung erreicht wie bei 20 oder 30 °C.

Ist Adsorption dasselbe wie Absorption?

Im technischen Zusammenhang dieser Trockenräder sprechen wir von Adsorption. Wasserdampf wird an der Oberfläche eines hygroskopischen Materials gebunden und das Material anschließend regeneriert.

Haben wir Adsorptionstrockner selbst getestet?

Unsere bisherige standardisierte Praxismessung umfasst vier Kompressor-Luftentfeuchter. Die Adsorptionsmodelle auf dieser Seite ordnen wir anhand aktueller technischer Herstellerdaten ein und vergeben dafür keine eigene Testnote.

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